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16. Februar 2010
Hallo, ich bin Anni, die neue Praktikantin von Buenos-Dias-Mexico
Kaum angekommen in Mexico gings auch schon gleich los zum ersten Sightseeing nach Mexico City. Mit ca. 25 Millionen Menschen werde ich als gebürtige Berlinerin dann doch wohl neue Dimensionen kennenlernen.
Ohne viel Vorwissen über Land und Leute (naja Dank meines Lonely Planets hatte ich im Bus drei Stunden Zeit mir etwas Wissen anzueignen) gings dann los – zusammen mit meinem Gastbruder, der sich zum Glück etwas in dieser Metropole auskennt. Es war übrigens der 14. Februar, in Deutschland vielleicht nicht bei allen sehr weit verbreitet, dafür aber in Mexiko um so mehr. Der Valentinstag wird hier sehr groß celebriert, die Männer kaufen ihren Frauen Blumen, gehen essen und lassen sich auf der Plaza Garibaldi von Mariachis ein Ständchen singen.
Aufgrund meiner begrenzten Zeit, entschieden wir uns als erstes das Herz der Stadt, das Historische Zentrum, zu erkunden. Der größte Platz einer jeden Stadt hier in Mexico, El Zocalo, ist Schauplatz von vielen Kulturveranstaltungen oder auch verrückten Aktionen. 85.000 nackte Menschen auf diesem Platz stellten einst einen neuen Weltrekord auf.
Rund um diesen riesigen Platz gibt es viel für Touristen zu sehen. Angefangen von mexikanischen Tänzern, die Möglichkeit seine Seele zu reinigen oder einen Einblick in die Ausgrabungen von jahrhundertealten Pyramiden mit dazugehörigen Museum zu bestaunen.
Im nahe gelegenen Park konnte ich dann die bunte Vielfalt mexikanischer Kochkünste und Schmuckstücke kennenlernen. Gerüche, Farben, Musik – wohin das Auge reicht und alles doch sehr fremd und aufregend für einen Mexikoneuling wie mich.
Danach gings für einen kurzen Abstecher nach China Town. Sehr witzig, wenn man bedenkt, dass sich zu 99 % nur Mexikaner an den Ständen tummeln – als Verkäufer! Das war mir dann aber doch etwas zu wenig mexikanisch, daher dann doch lieber wieder zu den Sehenswürdigkeiten, die diese Stadt ausmachen. Kirchen kann man in Mexiko City wohl nie genug sehen. Die Kathedrale Metropolitana auf dem El Zocalo, eine der größten Kirchen der Stadt, zeigt wie prachtvoll Kirchen in Mexiko sein können. Gold wohin das Auge blickt und jahrhundertealte Gemälde machen einen Besuch zu einem wahren Erlebnis. Hinzu kommen fremde Gerüche, die auf Dauer allerdings etwas gewöhnungsbedürftig sind.
Nach einem kleinen Snack (Guacamole schmeckt hier wirklich nach Guacamole
) in einem Hostel direkt am El Zocalo gings dann weiter mit dem Taxi in den Stadtteil Polanco. Schicke Autos (natürlich fast nur deutsche), viele Grünflächen und hübsche Restaurants lassen einen die trubelige Innenstadt Mexiko Citys etwas vergessen. Den Einblick in diese doch eher wohlhabendere Gegend lassen allerdings auch die gewaltigen Unterschiede zwischen arm und reich deutlich werden.
Die Rückfahrt mit dem Taxi zum Busbahnhof “El Norte” war wieder ein Erlebnis für sich. Verkehrsregeln scheint es nicht zu geben, die Farbe rot bedeutet nichts und hupen wird zum allgegenwärtigen Spiel untereinander. Ich war also eher froh, als ich heil und sicher von einem sehr netten Mexikaner wieder am Busbahnhof rausgelassen wurde. Auch mit meinen doch sehr beschränkten Spanischkenntnissen hatte ich eine nette Unterhaltung mit meinem Taxifahrer. Das ist nur eins der Dinge, die mich in meinen ersten drei Tagen hier in Mexiko sehr überrascht hat. Die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft von den Menschen ist überwältigend und lässt für mich nur hoffen, dass die nächsten Wochen genauso toll und überwältigend werden wie die ersten Tage hier.
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